Bitterstoffe

Viele Verdauungsstörungen beruhen an einem Mangel an Bitterstoffen. Wir haben uns keinen Gefallen getan, als wir aus vielen Gemüsesorten alles Bittere weggezüchtet haben. Unsere Verdauung braucht Bitterstoffe.

Der Bittere Geschmack kann in der Natur ein Hinweis sein für giftige, unverträgliche Stoffe. Dies ist vermutlich ein Grund weshalb Bitterstoffe den Appetit hemmen. 

Persönliche Erfahrung: Eine Tafel Milschokolade könnte ich bei Leichtem an einem Nachmittag essen. Diese Versuchung hatte  ich bei Bitterschokolade noch nie. 😉

Beim Schreiben dieses Blogbeitrags leuchtet mir ein, weshalb gerne ein bitterer Apéritif serviert wird mit Oliven und Campari, Aperol Spritz, Cynar,…

Was Bitterstoffe bewirken:

Ein leicht bitterer Anklang aktiviert das gesamte Verdauungssystem. –> Er löst die Speichelbildung aus, die zu den ersten Schritten des Verdauungsprozesses zählt.

  • Wichtige Magenenzyme werden ausgeschüttet, die (unter anderem) zur Proteinverdauung beitragen,
  • dazu Galle, die für die Fettverdauung benötigt wird.
  • In der Naturheilkunde werden Bitterstoffe seit Jahrhunderten zur Lebertherapie eingesetzt.
  • Nebst der Förderung der Lebertätigkeit fördern Bitterstoffe die Sekretion von FLP-1 (Glucagon-like Peptide-1), welche die Gewichtsabnahme fördern.

Vielen Gewürzmischungen mit bitteren Kräutern werden elegant scharfe oder wärmende Gewürze beigefügt.

Worin sind Bitterstoffe enthalten? (Liste alphabetisch geordnet, nicht abschliessend)

  • Artischocke
  • Bitterschokolade (Cacoanteil mindestens 70%)
  • Brokkoli
  • Chicorée
  • Endivie
  • Ingwer
  • Kaffee
  • Kresse
  • Löwenzahn
  • Oliven
  • Radicchio
  • Rucola
  • Rosmarin passt gut gut zu Fleisch, Fisch, zu Gemüse wie Rosmarinkartoffeln, Tomaten oder Aubergine oder als Rosmarintee getrunken.
  • Spinat
  • Teemischungen mit Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Wermut, Enzian

Prof. Dr. Michaels Andreas1 schlägt beispielsweise vor: „Bereiten Sie sich einen Raddicio-Rucola-Salat mit Walnüssen zu, reiben Sie die Schale von Orangen hinein und trinken danach einen Espresso. Ein Stück Bitterschokolade zum Nachtisch ist auch nicht verkehrt. Und fertig ist die leichte, ideale Mahlzeit zum Schutz Ihrer Leber“.

Die Alchemie der Kräuter2 ist meines Erachtens „ein goldenes Buch“; ich liebe es! Auf den Weg geben möchte ich daraus, dass wir bei der Verwendung von Kräutern und Gewürzen viel zurückhaltend umgehen, dass hiermit Salate mit REICHLICH Kräutern angereichert werden können. Man sollte davon abkommen, das Röschen Petersilie nur zu Deko-Zwecken auf dem Teller zu verwenden.

Die Wirkung der einzelnen Gewürze sind zahllos, lasse deshalb kein Gericht ungewürzt!

Du magst bitter nicht? Kinder mögen fast nichts Bitteres essen oder trinken. Je älter wir werden desto mehr finden wir Gefallen an diesem Geschmack, was sicherlich mit viel Gewöhnung zu tun hat.

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis beobachte ich, dass zahlreiche Personen ursprünglich vom Café Crème… im Laufe der Jahre immer wie mehr zum (bitteren) Espresso wechseln.

Achtung, Vorsicht: Wenn Zucchini oder Speisekürbisse bitter schmecken, sollten wir die Finger davon lassen!

Ich wünsche Dir eine genüssliche Woche mit interessanten bitteren Akzenten! Herzlich, Karin

Habe ich etwas Wichtiges vergessen zu erwähnen? Hast Du eine Anmerkung, Korrektur, Ergänzung oder gar Themenvorschlag zur Recherche für einen zukünftigen Blog, so schreibe mir ohne zu zögern!


Quellen:

  1. Ernährung. Meine Quintessenz (2024), Prof. Dr. med. Andreas Michalsen ↩︎
  2. Die Alchemie der Kräuter (2018), Rosalee Foret ↩︎

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  1. […] Heilkräuterbuch4 (Quelle untenstehend), von welchem ich bereits im letzten Blog schwärmte, sticht der Rosmarin für die Hautgesundheit […]

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